1%-Regel bei der Kfz-Nutzung – Heranziehen des Bruttolistenneupreises verfassungsgemäß?

Nach der gesetzlichen Regelung ist Grundlage für den Wert der privaten Kfz-Nutzung stets der Bruttolistenneupreis. Dies gilt auch bei Gebrauchtfahrzeugen oder Pkw mit Tageszulassung. Derzeit ist zu der Frage, ob bei solchen Fahrzeugen auf die Bemessungsgrundlage der privaten Kfz-Nutzung ein Abschlag vorzunehmen ist (also ein niedrigerer Wert als der Bruttolistenpreis anzusetzen ist), ein Verfahren vor dem Bundesfinanzhof anhängig (VI R 51/11). Dieses Verfahren beruht auf einem sehr ausführlichen Urteil des Finanzgerichts Niedersachsen vom 14.9.2011 (9 K 394/10), in dem ein niedriger Ansatz abgelehnt wurde. Begründet wurde dies u.a. damit, dass von dieser pauschalen Ansatzweise durch das Führen eines ordnungsgemäßen Fahrtenbuchs jederzeit abgewichen werden kann, wenn der pauschale Wert zu hoch erscheint.

Florian Saemann

Florian Saemann

Steuerberater|Partner

Steuerberater seit 2006 und seit 1999 steuerberatend tätig; vor Beginn der selbständigen Tätigkeit als Manager Transaction Tax bei der Ernst & Young GmbH tätig; Tätigkeitsschwerpunkte: ganzheitliche (Steuer-)Beratung, Jahresabschlusserstellung, Steuergestaltung, Unternehmensberatung und Sanierung; Branchenschwerpunkt: Immobilien. Zum Profil