Anlaufverluste vor Geschäftseröffnung bei Personengesellschaften gewerbesteuerlich nicht abziehbar

Mit seinem Urteil vom 30. August 2012 (IV R 54/10) hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass die Aufwendungen einer Personengesellschaft, die zwischen Gründung und tatsächlicher Geschäftseröffnung anfallen, gewerbesteuerlich nicht zu berücksichtigen sind. Damit mindern diese Aufwendungen auch nicht  die nach Geschäftseröffnung anfallende Gewerbesteuer. Dies wird damit begründet, dass die Gewerbesteuerpflicht erst mit Aufnahme der eigentlichen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft beginnt. Für Kapitalgesellschaften gilt jedoch auch weiterhin, dass die in der Anlaufphase anfallenden Verluste auch gewerbesteuerlich berücksichtigt werden, weil hier die Gewerblichkeit bereits mit Gründung beginnt. Einkommensteuerlich bleibt es jedoch auch bei Personengesellschaften dabei, dass auch die in der Anlaufphase anfallenden Aufwendungen als vorweggenommene Betriebsausgaben steuermindernd berücksichtigt werden können.

Florian Saemann

Florian Saemann

Steuerberater|Partner

Steuerberater seit 2006 und seit 1999 steuerberatend tätig; vor Beginn der selbständigen Tätigkeit als Manager Transaction Tax bei der Ernst & Young GmbH tätig; Tätigkeitsschwerpunkte: ganzheitliche (Steuer-)Beratung, Jahresabschlusserstellung, Steuergestaltung, Unternehmensberatung und Sanierung; Branchenschwerpunkt: Immobilien. Zum Profil