Kaufpreisaufteilung bei Veräußerung von Personengesellschaftsanteilen

Die Veräußerung eines Anteils an einer Personengesellschaft wird steuerlich grundsätzlich so behandelt, als würden die einzelnen Wirtschaftsgüter der Gesellschaft entgeltlich übertragen. Die Aufteilung des Kaufpreises kann daher steuerliche Auswirkungen haben, weil z.B. ein auf Anteile an Kapitalgesellschaften entfallender Kaufpreis beim Veräußerer steuerfrei sein kann oder der auf ein Gebäude entfallende Teil des Kaufpreises die vom Erwerber geltend zu machenden Abschreibungen beeinflusst.

Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz hat in dem Urteil vom 23. Februar 2011 (2 K 1903/09) entschieden, dass bei zwischen fremden Dritten abgeschlossenen Anteilskaufverträgen einer im Kaufvertrag vorgenommenen Kaufpreisaufteilung auf die Wirtschaftsgüter grundsätzlich durch die Finanzverwaltung zu folgen ist, auch wenn offensichtlich die Wertverhältnisse einzelner Wirtschaftsgüter unzutreffend sind.

Florian Saemann

Florian Saemann

Steuerberater|Partner

Steuerberater seit 2006 und seit 1999 steuerberatend tätig; vor Beginn der selbständigen Tätigkeit als Manager Transaction Tax bei der Ernst & Young GmbH tätig; Tätigkeitsschwerpunkte: ganzheitliche (Steuer-)Beratung, Jahresabschlusserstellung, Steuergestaltung, Unternehmensberatung und Sanierung; Branchenschwerpunkt: Immobilien. Zum Profil