Umsatzsteueroption bei Grundstücksverkäufen darf keine Bedingungen enthalten

Die Oberfinanzdirektion Frankfurt hat in einer Verfügung vom 11. März 2013 zur Umsatzsteueroption bei Grundstückskaufverträgen Stellung genommen, bei denen für den Grundstücksverkauf von einer Geschäftsveräußerung im Ganzen im Sinne des Umsatzsteuerrechts ausgegangen wird. Eine Umsatzsteueroption wird auch in den Fällen der Geschäftsveräußerung im Ganzen oftmals als Sicherheit vereinbart, um keine Vorsteuerberichtigung nach § 15a UStG auszulösen.

Die Oberfinanzdirektion weist darauf hin, dass solche Vertragsgestaltungen nur dann wirksam sind, wenn die Umsatzsteueroption ohne jede Bedingung vereinbart wird. Ansonsten wird die Umsatzsteueroption nicht wirksam. Unschädlich ist es in diesem Fall, wenn gleichzeitig von einer Geschäftsveräußerung im Ganzen ausgegangen wird, weil insoweit die Umsatzsteueroption automatisch außer Kraft gesetzt wird.

 

Florian Saemann

Florian Saemann

Steuerberater|Partner

Steuerberater seit 2006 und seit 1999 steuerberatend tätig; vor Beginn der selbständigen Tätigkeit als Manager Transaction Tax bei der Ernst & Young GmbH tätig; Tätigkeitsschwerpunkte: ganzheitliche (Steuer-)Beratung, Jahresabschlusserstellung, Steuergestaltung, Unternehmensberatung und Sanierung; Branchenschwerpunkt: Immobilien. Zum Profil