Mindestbeschäftigung von Aushilfen

Wer Mitarbeiter auf Abruf beschäftigt, für den ist die ab Januar 2019 geltende Änderung von § 12 Abs. 1 S. 3 TzBfG zur Mindestbeschäftigung wichtig.

Gesetzliche Neuregelung zur Mindestbeschäftigung

Nunmehr regelt das Gesetz:  „Wenn die Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit nicht festgelegt ist, gilt eine Arbeitszeit von 20 Stunden als vereinbart.“ Somit ist eine Anpassung der Arbeitsverträge notwendig, wenn eine Beschäftigung von Mitarbeitern auf Abruf erfolgt. Insbesondere in der Gastronomie ist dies keine Seltenheit. Hier fehlt oftmals eine genaue Regelung zur Arbeitszeit im Arbeitsvertrag, falls es einen schriftlicher Arbeitsvertrag überhaupt gibt. Gerade bei Minijobs, also Beschäftigungen mit einer Entlohnung von maximal EUR 450 monatlich, darf unter Berücksichtigung des Mindestlohns die monatliche Arbeitszeit in 2019 max. 48,9 Stunden betragen. Die Annahme von 20 Stunden wöchentlich kann dann zu einem Überschreiten der Grenze und einer vollumfänglichen Sozialversicherungspflicht führen. Gerne vermitteln wir Ihnen arbeitsrechtliche Unterstützung bei der Anpassung Ihrer Arbeitsverträge.

Florian Saemann

Florian Saemann

Steuerberater|Partner

Steuerberater seit 2006 und seit 1999 steuerberatend tätig; vor Beginn der selbständigen Tätigkeit als Manager Transaction Tax bei der Ernst & Young GmbH tätig; Tätigkeitsschwerpunkte: ganzheitliche (Steuer-)Beratung, Jahresabschlusserstellung, Steuergestaltung, Unternehmensberatung und Sanierung; Branchenschwerpunkt: Immobilien. Zum Profil